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Bricht der Euro jetzt zusammen?

War die Zypernkrise der Stein, der alles ins Rollen bringt?

Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass die privaten Guthaben der Kontenbesitzer geplündert werden sollen, begann der sogenannte Bankrun. Jeder versuchte sein Geld in Sicherheit zu bringen. Mitte der Woche stellte sich raus, dass in Regierungskreisen wohl schon vorher die Pläne bekannt waren, denn es bewegten sich ca. 4,5 Milliarden aus Zypern raus. Nun ziehen die Griechen ihr Geld von den zypriotischen Banken ab.

Vor zwei Tagen begann die Kapitalflucht aus Spanien und Italien. Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock Inc. hat begonnen seine spanischen und italienischen Staatsanleihen zu reduzieren und kündigte weitere Verkäufe an. 
Der Finanzriese BlackRock verwaltet Vermögenswerte in Höhe von 3,7 Billionen Dollar weltweit. Sein Rückzug aus dem europäischen Raum verheißt nichts Gutes für dessen Staaten und den Euro: Staatsanleihen werden nur verkauft, wenn Investoren den größtmöglichen Gewinn vermuten. Wenn ein Großinvestor wie BlackRock seinen Anteil reduziert könnte das Nachahmungseffekte nach sich ziehen, die den Wert der Staatsanleihen zum Absturz bringen.
vermeldete DWN.

Wenn der grösste Finanzmogul, der seit Monaten Gewinnsteigerungen in exorbitanter Höhe hat und dessen Aktie in wenigen Monaten gute 24% geklettert ist, solche Schritte geht, dann ist das ein gefährliches Signal. Hier könnte es gut passieren, dass weitere auf diesen Zug aufspringen und versuchen zu retten, was zu retten ist. Das ist dann der Beginn eines rasanten Abwärtsstrudels für den Euro.

Die Aussage von Klaas Knot von der EZB macht die Lage nicht besser. Im Gegenteil: Wenn nun endlich auch dort offen zugegeben wird, dass der Sparer sein Geld nicht auf den Banken lassen soll, dann dürfte der fliegende Galopp los gehen.
Der niederländische EZB-Mann Klaas Knot bestätigt: Die Enteignung von privaten Bank-Guthaben wird künftig Teil der „europäischen Liquidierungs-Politik sein“. Die EZB will, dass die Banken ihre Bilanzen in Ordnung bringen. Der einfache Sparer sollte sich nun gut überlegen, wie viel Geld er auf welcher Bank belassen will
Dies bedeutet konkret: Der einfache Bank-Kunde kann sich in der gesamten Euro-Zone nicht mehr in Sicherheit wiegen, wenn er sein Geld auf die Bank bringt (mehr dazu hier).
Die Nacht von Brüssel hat die Euro-Zone dem Supra-Staats-Sozialismus einen entscheidenden Schritt näher gebracht. Wie man in Griechenland gesehen hat, bringen Schuldenschnitte überhaupt nichts: Sie werden am Ende immer auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen.
Die Euro-Retter haben bewiesen, dass sie keinen Respekt vor dem Eigentum der anderen haben. Bundesfinanzminister Schäuble hat am Sonntag erklärt, dass auch die deutschen Sparguthaben nur solange sicher sind, solange kein Euro-Land pleitegeht. Um das völlig aus der Bahn geratene politische Konzept einer vom Schulden-Krebs zerfressenen Euro-Zone so lange als möglich am Leben zu erhalten, gehen die Euro-Retter über Leichen. Mit der massiven Enteignung in Zypern ist das europäische Banken-System endgültig zur Zombie-Veranstaltung degradiert.

Euro-Rettungsschirm ESM von Karlsruhe gebilligt

In den Augen der Karlsruher Richter verstößt der ESM wahrscheinlich nicht gegen die Verfassung


Der oberste Gerichtspräsident Andreas Vosskuhle verkündete das Urteil und ließ verlauten, dass der ESM Euro-Rettungsschirm mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gegen die deutsche Verfassung verstößt. Somit wurde der Rettungsschirm von Karlsruhe gebilligt. Jedoch wurden Auflagen gemacht. Die Bundesregierung muss eine Maximal-Haftung von 190 Milliarden Euro sicherstellen, die nur über eine Zustimmung des Bundestages überschritten werden darf.

Damit blieben Eilanträge mehrerer Kläger überwiegend erfolglos. Das Gericht bleibt bei seiner Linie aus früheren Entscheiden mit Europapolitischer Auswirkung. Deutschlands Regierung muss darüber hinaus gegenüber Europa klar machen, dass es nicht an den ESM-Vertrag gebunden ist, sollten die Vorbehalte bezüglich der maximalen Haftung sich nicht als durchsetzbar erweisen. Zudem werden die beteiligten Politiker von ihrer Schweigepflicht in Sachen ESM entbunden. Dies, damit der Bundestag über alle nötigen Informationen verfügen kann, um über weitere Ausgaben zu entscheiden. Das Gericht sagt darüber hinaus, dass der ESM sich nicht bei der Europäischen Zentralbank refinanzieren darf. Der ESM wird damit definitiv keine «Bankenlizenz» bei der EZB haben.
Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch

Österreich wird von Egan Jones abgewertet

Die Rating-Agentur Egan Jones bewertet Österreich und die Niederlande nur noch mit der Note "A"
Österreichs Staatsanleihen wurden von der US-Ratingagentur um eine weitere Stufe gesenkt. Die Euro-Krise sorgt dafür, dass die Papiere nur noch mit "A" bewertet wurden. Die niederländischen Anleihen wurden sogar um 2 Schritte abgestuft. Laut der Einschätzung von Egan Jones sinken die Anleihen der Niederländer von "AA-" ebenfalls auf "A". Es drohen jedoch noch weitere Abstufungen, denn der Ausblick für diese Länder sieht negativ aus.

Erst vor wenigen Wochen wurde Deutschland von der Agentur herunter gestuft. Die Begründung: Die Schuldenkrise übt Druck auf die noch festen Länder aus, denn nach Spanien wird wohl auch Italien Milliarden-Hilfen benötigen. Bei den anderen Rating-Größen Fitch, Standard & Poor's sowie Moody's steht Österreich noch etwas besser da. S und P stufte die Alpenrepublik lediglich um eine Stufe auf "AA+" ab. Bei den anderen beiden behält Österreich bis jetzt noch seine Top-Bonität. Deutschland steht bei den 3 Marktführern noch mit der Bestnote "AAA" auf der Liste und gehört zu den wenigen EU-Ländern, die überhaupt noch diese Benotung erhalten haben.
Karte für die Länderbewertungen der Rating-Agenturen.
Infoquelle: http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1263735/USRatingagentur-Egan-Jones-stuft-Oesterreich-herab

Teurer Brent - Heizöl trotzdem günstiger

Durch einen stabilen Euro haben die Heizölkäufer in Deutschland zur Zeit einen leichten Preisvorteil trotz des Anstiegs des Referenzwertes vom Rohöl Brent.


Pressemitteilung von: Ceto-Verlag GmbH


LEIPZIG. (Ceto) Die europäische Rohöl-Referenzsorte Brent setzte auch heute seine Aufwärtsbewegung fort. – im Gegensatz zu ihrem amerikanischen Pedant WTI. Preistreiber an den Börsen ist China mit seiner konstant hohen Nachfrage, die allerdings das Risiko einer Inflation birgt. Deutschen Heizölkunden konnte es egal sein. Der stabile Euro sorgte hier für Mini-Abschläge.
Das Reich der Mitte hat gut lachen: Die Wirtschaft brummt, die Welt schaut neidisch auf die Boomregionen von Harbin bis Hongkong, eine Finanzkrise hat mal allenfalls privat im Portemonnaie und die kontinuierlich wachsenden Rohstoffpreise lächelt man einfach weg. Anders ist es kaum zu erklären, dass der größte Energieverbraucher der Welt wieder robuste Produktionszahlen meldet. Anleger freut so etwas ebenfalls. Europäische Finanzkrise hin, die wachsweiche Konjunktur in den USA her – China macht die Musik, hinter denen die Preise an den Rohstoffbörsen her laufen. So auch heute wieder.

Zwar fiel der Anstieg bei Nordseeöl (Brent) nicht ganz so stark aus wie gestern, dennoch verzeichnete die europäische Referenzsorte wieder ein deutliches Plus du wird nun wieder über 120 US-Dollar gehandelt. Da konnte nur der Euro helfen. Auch der profitierte von starkem China und schwachem Amerika, krabbelte etwas nach oben und drückte die Heizölpreise, die sonst auf weitere Steigerungen aus gewesen wären. Die Preise sanken um 5 Cent auf 83,79 Euro für die 100 Liter-Partie HEL bei einer Gesamtliefermenge von 3.000Lietern. Der komplette Beitrag nebst tagesaktueller Grafik kann hier gelesen werden: www.brennstoffspiegel.de/energiemarkt.html?newsid=10314

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.


Frank Urbansky
Redakteur Brennstoffspiegel

Tel.: 03 41 - 25 34 738
Fax.: 03 41 - 49 24 012

Home: www.brennstoffspiegel.de

CETO-Verlag GmbH
Industriestr. 85 - 95
04229 Leipzig

Immer aktuell - am Puls des Marktes

Der Ceto-Verlag ist der Branchenverlag für den Brennstoff- und Mineralölhandel in Deutschland.
Unsere Verlagsarbeit spiegelt die Hauptgeschäftsfelder der Unternehmen in diesem Wirtschaftsumfeld. Dazu gehört der Wärmemarkt ebenso wie das Kraft- und Schmierstoffgeschäft.

Themen:
Aus der Vielfalt der Themenbereiche des Ceto-Verlages sollen hier nur einige genannt werden:

* Aktuelles und Hintergründe zum Handel mit fossilen wie erneuerbaren Energieträgern, vom Braunkohlenbrikett, über Heizöl, Flüssiggas und Holzpellets bis zu Schmier- und Kraftstoffen auf fossiler und regenativer Basis.
* Vergleiche verschiedener Systeme zur Wärmeerzeugung und Energieträger
* Technik für Logistik und Unternehmen
* Rechtliche Fragen rund um den Wärmemarkt
* Energiepolitische BrennpunkteUmfangreiche Erhebung und Bereitstellung von Marktdaten (Preise für Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Holzpellets, Braun- und Steinkohlenprodukte, Fernwärme, Absatzdaten für Heizöl, Kohle u.a.)

Zeitschrift „BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau“
Zahlreiche Firmen der Branche sowie Partner aus dem Heizungsbau, dem Schornsteinfegerhandwerk, Bauplaner, Architekten und angrenzende Berufsgruppen nutzen das monatlich erscheinende Deutsche Energiemagazin „BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau“ für ihre aktuelle und vielseitige Information. Hier erhalten sie einen breit gefächerten Überblick über Markt und Unternehmen, Trends und Entwicklungen, Produkte und Dienstleistungen.
Monatlich werden in 161 deutschen Städten Endverbraucherpreise für 1.600 und 3000 Liter Heizöl Extra Leicht und die damit energiegleiche Menge Erdgas und anderer Energieprodukte erfasst sowie verschiedene Marktdaten veröffentlicht.

Internet www.brennstoffspiegel.de
Ergänzend zum monatlich erscheinenden Deutsche Energiemagazin „BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau“ veröffentlicht der Ceto-Verlag auf seiner Internetplattform die Ergebnisse der täglichen Preiserfassung für Heizöl EL, aktuelle Branchennachrichten zu Markt, Unternehmen, Wettbewerb und politischen Tagesthemen.
Gleichzeitig werden umfangreiche aktuelle Marktdaten angeboten (Tagesgrafiken zum Heizölpreis nach Bundesländern, tagaktuelle Einschätzung der Marktentwicklung im Heizölgeschäft, Wochengrafiken zum Rohölmarkt (OPEC), Monatsgrafiken für Heizöl EL, Erdgas, Flüssiggas, Holzpellets, Fernwärme nach Bundesländern, Jahresgrafiken zur Preis- und Absatzentwicklung der genannten Energieträger, zzgl. Braun- und Steinkohlenprodukte)
Im Premiumbereich stehen unseren Abonnenten weitere Marktdaten als Downloads –kostenpflichtig – zur Verfügung
Der Preisrechner ermöglicht jedem Verbraucher, aufgrund seines individuellen Heizölpreises jederzeit den aktuellen Preisvergleich zum Erdgaspreis festzustellen.
Auszugsweise sind Themen aus „BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau“ im Internet freigegeben.
Im Ceto-Shop ist die gesamte Produktpalette des Verlages schnell und übersichtlich verfügbar, darunter viele individuelle Info-Materialien und Branchenkalender – speziell für den Heizölhandel.
Unsere umfangreiche Datenbank liefert darüber hinaus zahlreiche Grafiken und Bilder zu Unternehmen und Markt.

Energie-Newsletter
Seit 2006 bildet der Energie-Newsletter die dritte Säule der Arbeit des Ceto-Verlages.
Schwerpunktmäßig werden hier aktuelle und besonders wichtige Nachrichten, Daten und Hintergrundinformationen an inzwischen rund 2.000 Empfänger verschickt. Der Energie-Newsletter des Ceto-Verlages erscheint derzeit zweimal pro Monat und aus aktuellem Anlass.

Printprodukte des Ceto-Verlages
Unser Verlagsprogramm wird durch verschiedene Sonderdrucke und Informationsmaterialien zur Kundenberatung ergänzt. Eine Bestellung ist direkt im Ceto-Shop möglich.

Interhyp Zinskommentar vom 19.03.2010

Bauzinsen - Interhyp Zinskommentar


nominal effektiv + / -
5 J 2,69 % 2,72 % +0,03 %
10 J 3,55 % 3,61 % +0,03 %
15 J 3,95 % 4,02 % 0,00 %
20 J 4,16 % 4,23 % 0,00 %
25 J 4,28 % 4,36 % +0,05 %


Auch diese Woche war an den Märkten zu beobachten, dass sowohl Aktien als auch langfristige Staatsanleihen an Wert zugenommen haben und von Investoren gesucht wurden. Der DAX hat die 6000er Hürde genommen und der Bundfuture-Kontrakt die Hürde von 123 Punkten. Investoren scheinen also gleichzeitig an steigende Unternehmensgewinne, die ja eine nachhaltige Wirtschaftserholung unterstellen, und an weiterhin tiefe Notenbankzinsen, die aber nur bei einem Ausbleiben gerade dieser Wirtschaftserholung gesichert sind, zu glauben. Die Entscheidung der US-Notenbank, diese Woche die Leitzinsen unverändert nahe Null zu belassen, hat die Argumente der Konjunkturpessimisten unterstützt und zu Käufen am Rentenmarkt geführt. In Euroland, das ja konjunkturell deutlich hinter den USA herhinkt, gibt es für die Europäische Zentralbank ebenfalls derzeit keinerlei Spielraum. Somit treten die Inflationsbefürchtungen, die in der Tagespresse sehr stark diskutiert werden, für die meisten großen und professionellen Investoren in den Hintergrund. Dominant sind vielmehr die Überlegungen, dass bei extrem tiefen Geldmarktzinsen und einer sehr steilen Zinskurve der Kauf von langlaufenden Anleihen eine lohnende Investition bleibt. Da ein Teil der Marktteilnehmer aber bei guten Konjunkturdaten gerne Short-Positionen am Rentenmarkt aufbaut und gegen das historisch tiefe Zinsniveau wettet, kommt es auch immer wieder zu erzwungenen Eindeckungen dieser Shorts und damit zu einer vorerst überraschend stabilen Situation bei den langfristigen Kapitalmarktzinsen. Mittelfristig wird sich aber herausstellen, dass eine Partei falsch liegt. Haben die Konjunkturpessimisten recht, wird der Aktienmarkt ins Straucheln kommen. Erholt sich die Konjunktur, werden die Notenbanken die lange aufgeschobenen Leitzinserhöhungen starten. In Folge dessen werden alle Anleiheinvestoren durch die gleiche Tür den Markt verlassen wollen. Auch wenn eine Voraussage des Timings extrem schwierig ist, dieser Tag wird kommen.

Baufinanzierungskunden, die in Zeithorizonten von 20-30 Jahren denken müssen, um monatliche Zahlungen zu leisten, sollten sich auf keine Spekulation einlassen, wenn die Wahrscheinlichkeiten schief verteilt sind. Historisch gesehen liegen die Baugeldzinsen für alle Laufzeiten ganz am unteren Ende der Bandbreite, die wir in den vergangenen 50 Jahren gesehen haben. Um keine negativen Überraschungen zu riskieren, ist es zu empfehlen, zumindest einen großen Teil der künftigen monatlichen Belastung langfristig festzuschreiben. Je höher die Kalkulationssicherheit, desto ruhiger können Immobilienkäufer und Bauherren schlafen. Wir raten daher zu einer Festschreibung von zumindest 10 Jahren. Gefragt sind momentan auch sogenannte Volltilger-Darlehen. Dabei steht über eine höhere laufende Tilgung eine Rate fest, die nach 20 oder 25 Jahren zur vollständigen Rückzahlung des Darlehens führt. Das Risiko später zu deutlich höheren Zinsen eine Prolongation vornehmen zu müssen, wird damit bereits heute ausgeschlossen. Grundsätzlich empfehlen wir bei diesem niedrigen Zinsniveau eine Tilgung von 2% zu wählen, damit die Gesamtlaufzeit des Darlehens überschaubar bleibt. Die Finanzierungsspezialisten der Interhyp können auf mehr als 250 Banken zugreifen und erarbeiten gerne eine individuelle Lösung für Sie.

Tendenz
kurzfristig: seitwärts
mittelfristig: aufwärts

Infoquelle :
Newsletter
Robert Haselsteiner
Gründer und Mitglied des Vorstands der Interhyp AG

Verbraucherpreise stark gefallen

Wie das Handelsblatt berichtet sind die Lebenshaltungskosten in Europa, bzw den 16 Euro-Ländern binnen der Jahresfrist um 0,7 Prozent gesunken.Für die Verbraucher eine gute Nachricht.

Auch Lebensmittel sind in der Eurozone günstiger geworden.

Nach Angaben des Statistikamts Eurostat ist das der stärkste Rückgang in der zehnjährigen Geschichte der Währungsunion. Auch im Vergleich zum Vormonat fielen die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent.

Wichtigster Grund für den Preisverfall ist billigere Energie.
Wenn man diese herausrechnet verteuerte sich die Lebenshaltung um ein Prozent.

Verglichen mit dem Vorjahr kostete Energie 14,4 Prozent weniger, binnen Monatsfrist waren Treibstoffe, Gas und andere Energieträger 1,8 Prozent günstiger zu haben. Auch die Lebensmittelpreise gaben nach. Deutlich teurer als vor Jahresfrist waren dagegen Alkohol und Tabak.


Quelle Handelsblatt.com

Umsatzrückgang bei Calida, Schweiz

Im ersten Halbjahr 2009 hat der schweizer Wäschehersteller Calida einen Umsatzrückgang um 10,3 Prozent auf 95,3 Mio. Schweizer Franken erlitten. Unter dem Strich resultierte wegen der schwierigen Situation bei der Tochter Aubade ein Verlust von 46,1 Mio. Franken.

Im Vorjahr hatte Calida noch einen Gewinn von 3,1 Mio. Fr. erzielt. Mitte Juni hatte das Luzerner Unternehmen wegen der französischen Tochtergesellschaft Abschreibungen in Höhe von 59 Mio. Franken angekündigt.

Umsatzrückgang aufgrund des schwachem Euro
.

In Frankreich werden zudem 104 Stellen abgebaut. Das operative Betriebsergebnis vor Einmalkosten betrug im Halbjahr 3,6 Mio. Franken, nach 5,0 Mio. Fr. im ersten Semester 2008, wie Calida am Freitag weiter mitteilte.

Calida gut, Aubade schwach Den Umsatzrückgang begründet Calida im Wesentlichen mit dem schwachen Euro gegenüber dem Franken. Währungsbereinigt sank der Umsatz um 5,4 Prozent. Während sich die Marke Calida gut entwickelte, litt die Marke Aubade unter der schlechten Konsumstimmung im Heimmarkt Frankreich, wie das Unternehmen schreibt. In den Ländern, in denen die Marke Aubade stark ist, erwartet Konzernchef Felix Sulzberger in den kommenden Monaten einen noch stärkeren Abschwung, wie er in einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur AWP sagte. Dazu gehören nebst Frankreich auch Spanien und Grossbritannien. Ganz allgemein zeige sich derzeit, dass infolge der Konjunkturschwäche Händler und Kunden von Calida Probleme haben und zum Teil sogar vom Markt verschwinden, sagte Sulzberger. Der Handel sei in Bezug auf die Bestellungen für die Frühjahrskollektion derzeit «sehr zurückhaltend».


Quelle: sda / Freitag, 24. Juli 2009 / 09:39 h

Immobilienkäufer drängen nach London

Preisrutsch lockt Käufer nach London
Investoren profitieren von der Schwäche des britischen Pfunds


London - Die Preise für Luxus-Domizile in London verzeichneten im Januar den zweitstärksten Rückgang seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 1976. Für Käufer wird es immer schwieriger, Kredite für Immobilienkäufe zu erhalten. Das hat den Preis für Häuser im Wert von mehr als einer Million Pfund um 3,7 Prozent gedrückt, wie der Immobilienberater Knight Frank LLP berichtet. Das Unternehmen ermittelt einen monatlichen Immobilienindex auf Basis der geschätzten Werte von Immobilien in den nobelsten Stadtteilen Londons.

In den vergangenen zwölf Monaten sind die Preise im Luxussegment um 21 Prozent eingebrochen
. "Die plötzliche Beschränkung bei der Hypothekenfinanzierung war der Hauptgrund für den Marktrückgang im vergangenen Jahr", erklärte Liam Bailey, Abteilungsleiter bei Knight Frank in London. "Das bringt für den Eigenheimsektor und für die Wirtschaft insgesamt weiterhin Probleme mit sich."

Eine Erholung sei in nächster Zeit nicht in Sicht, so der Immobilienberater. Finanzdienstleister in London dürften bis Ende 2010 bis zu 60 000 Stellen streichen. "Die Preisrückgänge dürften sich ab Ende 2009 beruhigen, aber 2010 wird es bestenfalls eine Seitwärtsbewegung geben", sagt Bailey. Knight Frank rechnet nun damit, dass die Preise gegenüber dem Gipfel um 35 Prozent absacken werden.

Der Preisrutsch hat mehr Kaufinteressenten angelockt. Angesichts der Schwäche des britischen Pfunds gegenüber dem Euro und dem Dollar beginnen ausländische Käufer, sich für Londoner Immobilien zu interessieren. Die Zahl der Besichtigungen war im vergangenen Monat 65 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Und die Zahl der ausländischen Interessenten, die im Januar bei einem Immobilienmakler registriert waren, lag 35 Prozent höher als im Vorjahr. Am stärksten zulegen in der Gunst der Interessenten konnten die Stadtteile Mayfair, Knightsbridge, Belgravia und Chelsea.

"Wenn die Pfund-Schwäche anhält, wird das die Nachfrage von ausländischen Superreichen anschieben. Das dürfte die niedrigere Nachfrage von vielen Käufern aus der City teilweise kompensieren", so Bailey. Der größte Preisrückgang war bei Objekten im Wert von bis zu 2,5 Mio. Pfund zu beobachten. Aber auch Anwesen, die über 10 Mio. Pfund kosten, haben seit September 20 Prozent an Wert verloren. Im November verkaufte Richard Cutt, Leiter des Büros Mayfair von Knight Frank, ein 680 Quadratmeter großes, modernisiertes Objekt in der Nähe des Grosvenor Square an einen Käufer aus dem Nahen Osten. Der Preis von 15 Mio. Pfund lag 25 Prozent unter der Preisforderung.

Eine Immobilie, die im Jahr 1976 auf einen Wert von 100 000 Pfund kam, hätte im März ihren Höchstwert bei 3,99 Mio. Pfund erreicht. Bis Ende vergangenen Monats wäre dieser auf 3,13 Mio. Pfund gesunken. Damit hätte sie in den zehn Monaten täglich rund 2810 Pfund an Wert verloren.
Von Peter Woodifield, Bloomberg

Phelps und Dollar - unschlagbares Team

Der US-Schwimmer Michael Phelps holte sich heute in den frühen Morgenstunden mitteleuropäischer Zeit, während ich noch friedlich schlummerte, seine sechste Goldmedaille bei diesen Olympischen Spielen. Und natürlich knackte die schwimmende Kampfmaschine" im Finale der 200 Meter Lagen wieder einmal einen Weltrekord. Geht das noch mit rechten Dingen zu, fragen sich viele, vor allem wahrscheinlich jene, die ihm hinterher schwimmen. Es muss entmutigend sein, für all die vielen Schwimmprofis aus allen Ländern der Welt, dass sie in Peking fast schon zum Statistendasein degradiert sind. Der Goldjunge aus den Vereinigten Staaten ist nicht aufzuhalten.

Ein Landsmann" von Phelps scheint aktuell ebenfalls nicht aufzuhalten zu sein - der Dollar. Die US-Währung ist im fernöstlichen Devisenhandel am Freitag auf ein Sechs-Monats-Hoch gegenüber dem Euro gestiegen. Der Euro verlor gegenüber dem Dollar im frühen Handel 0,3 Prozent und kostete 1,4761 Dollar, bis zum Mittag legte die Gemeinschaftswährung wieder leicht zu auf 1,4778 Dollar. Grund für die Euroschwäche waren Rezessionsängste: Gestern veröffentlichten Zahlen zufolge sank das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum im zweiten Quartal um 0,2 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal.

Die nächste Unterstützung findet der Euro erst wieder im Bereich von 1,45 US-Dollar.

Noch am 22. April mussten für einen Euro 1,60 US-Dollar gezahlt werden. Seither hat der Greenback gegenüber der Gemeinschaftswährung eine beispiellose Aufholjagd gestartet. Ähnlich beeindruckend wie bei Schwimmer Phelps ist hier die Geschwindigkeit der Erholung der Weltleitwährung aus den Vereinigten Staaten. Phelps schlug heute morgen zwei Sekunden vor dem ungarischen Silbermedaillen-Gewinner Laszlo Czeh am Beckenrand an - das sind im Schwimmen Welten. Und auch der Dollar schaffte allein in einer Woche ein Plus von 4,5% gegenüber dem Euro.

Dass der US-Dollar in den letzten beiden Wochen so fest notiert, liegt vor allem daran, dass die US-Notenbank ein Ende der Zinssenkungen signalisiert hat und neue, wirkliche Negativmeldungen von Seiten des Immobiliensektors ausblieben. Der frühere Chef der US-Notenbank Alan Greenspan sieht zudem bei den Hauspreisen in den USA für die erste Jahreshälfte 2009 sogar die Chance für eine Stabilisierung bzw. Bodenbildung.

Und die Argumente zugunsten des Dollar scheinen zwingend: Bei einer Kaufkraftparität von 1,16 Dollar je Euro ist der Euro noch um fast 30 Prozent überbewertet - ein Niveau, auf dem es bei früheren Euro-Höhenflügen eng wurde. Gleichzeitig verbessert sich die US-Handelsbilanz spürbar, besonders wenn man von der Ölrechnung absieht. Derweil deuten die Indikatoren aus Europa einen abrupten Abschwung an, womit der hiesige Zinsvorsprung auf der Kippe steht. Und auch der Euro wird demnach Stück für Stück seinen Vorsprung abgeben müssen.


Infoquelle: Investor-daybreak

Am Krisenende ist Abrechnung

Susanne Schmitt von Investors Daybreak schreibt dazu passend:

haben Sie sich schon einmal gefragt, was eigentlich mit dem ominösen Begriff "Belastungen" gemeint ist, der immer wieder in den Berichten über die eine oder andere Bank auftaucht, wenn es um die Verluste im Zusammenhang mit der internationalen Finanzkrise geht. Gestern war wieder zu lesen, die Bayerische Landesbank (BayernLB) weise "Belastungen" in Höhe von 4,3 Mrd. Euro aus.

Belastungen sind nicht gleich Verluste, soviel ist klar, aber woraus bestehen diese Belastungen eigentlich? Wenn Sie genauer hinschaut, erkennen Sie leicht, Vieles ist bedingt durch Bewertungsspielräume, die die Banken jetzt voll ausschöpfen und zwar nach unten.

Tatsächliche Verluste entstanden aus Zahlungsausfällen, die bei der BayernLB gelandet sind, weil Hausbesitzer in den USA ihre Bankkredite nicht mehr bedienen können. Diese Kreditausfälle beziffert die BayernLB mit 100 Mio. Euro, mit einem Komplettverlust von Wertpapieren in der Bilanz rechnet die Bank in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Der Rest ergibt sich aus Bewertungsänderungen von Wertpapierbeständen.



Tagesausblick: Freitag, 4. April
Zum Wochenende rücken einmal mehr Konjunkturdaten im Mittelpunkt, je nachdem, wie sie ausfallen, können wir mit einem versöhnlichen Wochenschluss rechnen. In den USA werden die Arbeitsmarktdaten für März veröffentlicht, zwar soll die absolute Zahl der Arbeitslosen sich leicht verringert haben, die Arbeitslosenquote wird mit 5,0% aber leicht höher als im Vormonat (4,8%) erwartet. Gleichzeitig werden Daten zur Lohnentwicklung bekannt gegeben. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gibt den Auftragseingang für Februar bekannt und dieser dürfte gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen sein. Aus den Unternehmen gibt es wenig zu berichten. Von Daimler hören wir etwas zu den Mercedes-Absatzzahlen im März.

Der Eurokurs ist hoch - wie lange noch?

Eine Meldung ist er in diesen Tagen kaum noch wert. Seitdem der Eurokurs über 1,50 Dollar gestiegen ist, haben sich offensichtlich alle daran gewöhnt. Die 1,60-Dollar-Marke hat die Gemeinschaftswährung bisher noch nicht übersprungen, also beachten wir den Euro-Kurs nicht weiter?

Ich denke, man sollte schon genauer hinschauen, denn es deutet Einiges daraufhin, dass der Euro zwar historische Höchststände getestet hat, aber in naher Zukunft gegenüber dem Greenback wieder an Wert verlieren dürfte.

Mit einem einseitigen Blick auf die deutsche Konjunktur vergessen wir, dass der Kurs des Euro nicht nur von der deutschen Wirtschaft abhängt, sondern auch von anderen Faktoren. Geben sich die Unternehmen in Deutschland noch verhältnismäßig optimistisch, wie der zuletzt veröffentlichte Ifo-Index zeigt und die sinkenden Arbeitslosenzahlen signalisieren, so zeigen sich die anderen Volkswirtschaften in der Eurozone etwas schwächer.

In Spanien kühlt sich der überhitzte Immobilienmarkt deutlich ab, die Einzelhandelsumsätze in ganz Europa entwickeln sich schon seit einigen Monaten eher negativ. Das können wir auch jetzt am Euro sehen: Der Referenzkurs wurde gestern auf 1,5583 US-Dollar festgelegt, was einem Rückgang um 0,57% entspricht.

Wie hoch genau der Eurokurs ist, lässt uns wohl auch deshalb kalt, weil er dem deutschen Export offenbar kaum etwas anhaben kann. Nach jüngsten Einschätzungen der Postbank werden die Ausfuhren in diesem Jahr um rund 6% im kommenden Jahr sogar um 7% zunehmen. Das liegt unter anderem daran, dass ein Großteil der Exporte in die Eurozone fließt, nämlich 43%. 22% in die anderen EU-Länder und knapp 11% in die restlichen Länder Europas. Drei Viertel der deutschen Ausfuhren sind damit für Europa bestimmt.

Eins ist allerdings auch richtig: Würde der Euro fallen, dann stünden wir noch besser da.


Einen erfolgreichen Börsentag wünsche ich Ihnen.

Susanne Schmitt
Autorin Investor´s Daybreak


Infoquelle:

Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Fachverlag für Privatfinanzen
www.Privatanleger.net

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