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Sonos Aktie stürzt um 20 Prozent ab

Nach den Quartalszahlen ging es bergab

Lange Gesichter bei Sonos nach dem ersten Quartalsbericht.

Mehr Verkäufe - weniger Umsatz


Heise vermeldet, die Gründe für das Ergebnis liegen zum einen an der Sonos One, die im Vergleich zur Sonosplaybase im letzten Jahr als Topseller häufiger verkauft wurden, aber nur rund ein Drittel kosten. Der Lautsprecher-Hersteller verzeichnete bei den Absatzzahlen eine Steigerung von 11 %, zeitgleich jedoch ein Umsatz-Minus von 6,6%

Der Quartalsverlust lag bei 27 Millionen Dollar. 4,5 Millionen davon wurden in einen massiven Firmenumbau investiert, der jährlich Einsparungen von 14 Millionen Dollar bringen soll.

Mehr zur Sonos Aktie: Hier

WestLB senkt IVG Immobilien auf 'Add'

DÜSSELDORF (dpa-AFX Analyser) - Die WestLB hat IVG Immobilien nach zuletzt starker Kursentwicklung von "Buy" auf "Add" abgestuft und das Kursziel auf 7,00 Euro belassen. Nachdem der Kurs in den vergangenen vier Wochen um 49 Prozent zugelegt habe, sei das verbliebene Kurspotenzial für eine "Buy"-Empfehlung zu gering, schrieb Analyst Georg Kanders in seiner Studie vom letzten Dienstag.

11.08.2009

ISIN DE0006205701

Neues Kursziel 7,00 EUR
Altes Kursziel 7,00 EUR
Neue Einstufung - Add
Alte Einstufung - Buy
Kurs bei Veröffentlichung: 5,96 EUR

Commerzbank hebt Ziel für Hochtief

FRANKFURT (dpa-AFX Analyser) - Die Commerzbank hat das Kursziel für die Aktien von Hochtief vor veröffentlichten Zahlen von 36,00 auf 48,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Add" belassen.

Dank der besseren Stimmung an den Aktienmärkten stiegen die Bewertungen der Vermögenswerte des Baukonzerns, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer am Mittwoch vorgelegten Studie. Beim operativen Gewinn für das zweite Quartal rechne er mit einem 20-prozentigen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.


ISIN DE0006070006

Zeithorizont 6 Monate
Neues Kursziel 48,00 EUR
Altes Kursziel 36,00 EUR
Neue Einstufung - Buy
Alte Einstufung - Buy
Kurs bei Veröffentlichung: 41,50 EUR

Amerikanische Luxusimmobilien in der Krise ?!

Toll Brothers baut teure Luxusimmobilien in den USA.
Jedoch fallen auch hier die Umsätze.

die faz.net berichtete gestern über die Luxus Immobilien Erbauer Toll Brothers:


11. Februar 2009 Gleich in zwei Problembranchen ist das amerikanische Unternehmen Toll Brothers engagiert: Es stellt vor allem luxuriöse Häuser her. Die amerikanischen Immobilienmärkte stecken in einer tiefen Krise, vor allem Wohnimmobilien. Und Luxus geht selbst in den internationalen Jetset-Metropolen seit Ausbruch der Finanzkrise auch nicht mehr wie in den Jahren zuvor.

So wartete der größte amerikanische Entwickler von Luxusimmobilien nun mit der Meldung auf, dass der Umsatz in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres um mehr als 50 Prozent gesunken ist. Dies ist auf Quartalsbasis schon das elfte Minus in Folge. Bis Quartalsende am 31. Januar fielen die Verkaufserlöse auf nur 409 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor lagen sie noch bei 842 Millionen Dollar.

Rekordhoch in weiter Ferne

Doch die Aktionäre des Unternehmens konnte diese Nachricht nicht mehr wirklich schocken. Der Titel hat seinen Kurssturz schon längst hinter sich. Vor wenigen Jahren notierten Toll Brothers noch auf einem Rekordniveau von 57 Dollar die Aktie und stürzten schon längst vor Ausbruch der Subprime-Krise ab.

Denn schon vor fünf Jahren zeichnete sich bei Luxusimmobilien das Ende des Aufschwungs ab. Nun scheint sich der Kurs dauerhaft unterhalb von 25 Dollar etabliert zu haben - und die Skala scheint nach unten noch weiter offen.

Am Mittwoch tendierte der Titel im New Yorker Aktienhandel zeitweise 2,8 Prozent im Minus bei 18,06 Dollar, profitierte dann allerdings von der allgemeinen Erholung an der New Yorker Börse.
„Die vergangenen fünf Monate zählten zu den schwierigsten in der Wirtschaftsgeschichte der Vereinigten Staaten“, verteidigte Vorstandsvorsitzender Robert Toll das schlechte Ergebnis seines Unternehmens.

Aktie meiden

Toll forderte die amerikanische Regierung auf, mehr für die danieder liegenden Immobilienmärkte in den Vereinigten Staaten zu tun. Ob Präsident Barack Obama dabei jedoch zuerst an Luxuswohnungen denken wird, ist fraglich. Wahrscheinlich liegen ihm die unteren Einkommensschichten, denen die Zwangsversteigerung droht, doch zuvorderst am Herzen.

Am 25. Februar wird Toll Brothers den vollständigen Bericht veröffentlichen. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass Anleger den Titel vorerst meiden sollten.

China reisst das Steuer rum

Das Land hat lange genug die Inflationsbekämpfung als oberstes Ziel verfolgt. In den vergangenen Monaten sog die Regierung in Peking wegen der Teuerung Unmengen an Kapital aus dem Markt – teils durch Zinserhöhungen, teils durch eine Anhebung der Mindestreserve für die Banken.
Aktien erhalten Unterstützung durch die Führung


Am Freitag bekräftigte Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao jedoch, dass der Staat durchaus weiter am Wachstum des Landes interessiert sei. Denn in der Weltwirtschaft gebe es "Unsicherheiten und destabilisierende Faktoren, die größer werden", erläuterte Hu. Gleichzeitig nähmen in China selbst die Herausforderungen zu, obwohl die Wirtschaft im ersten Quartal noch um 10,4 Prozent gewachsen sei, sagte der Präsident am Freitag in Peking in seinem ersten Gruppeninterview mit ausländischen Korrespondenten. Daher müsse sein Land beständiges und schnelles Wachstum sichern, während gleichzeitig die "übermäßig wachsenden Krisen" unter Kontrolle gebracht werden müssten.

Seit Jahresanfang sei China mit "großen Herausforderungen" konfrontiert worden, erläuterte Hu Jintao weiter. Der Politiker verwies auf die Schneekatastrophe im Januar und das verheerende Erdbeben in Sichuan mit voraussichtlich mehr als 80.000 Toten. Bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme des Landes müsse seine Politik eines "wissenschaftliches Entwicklungskonzepts" verfolgt werden. Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich nach Einschätzung von Journalisten eine Wende von dem bisherigen Wachstum um jeden Preis und ohne Rücksicht auf Umwelt und Ressourcen hin zu einer mehr nachhaltigen Entwicklung.


Infoquelle: China Strategie

Schaltbau: Kessel mit richtig Dampf

Schaltbau, einer der führenden Zulieferer in Deutschland für die Bahntechnologie, hat im Q2 einen erstklassigen Ergebnissprung hingelegt: Lag das Ergebnis je Aktie in den ersten sechs Monaten 2007 noch bei 2,15 Euro, so hat es sich im ersten Halbjahr 08 auf 4,19 Euro fast verdoppelt. Überraschend ist dieser unerwartete Ergebnissprung auf alle Fälle, denn die Analysten sind bis vor 6 Wochen noch davon ausgegangen, daß das Ergebnis im laufenden Jahr bei gut 5 Euro liegen könnte. Jetzt sind Gewinnschätzungen von 7,50 Euro und mehr im Bereich des Realistischen. Schon in der Analyse vom 9.Juni hatte Close Brothers Seydler ein Kursziel von gut 77 Euro genannt; dies ist jetzt bereits Makulatur. Kursziele von über 90 Euro werden in Kürze durch die Medien geistern.
Schaltbau steht auf 2 Geschäftssegmenten, die sich in „mobile" und „stationäre" Verkehrstechnik unterteilen. Bei der mobilen Verkehrstechnik ist Schaltbau gefragter Zulieferer bei Türen für alle großen europäischen Bushersteller. Bei Türen für den ICE zählt die Schaltbau-Tochter BODE zu einem der großen Anbieter in Europa. Das Produktsortiment der Holding wird ergänzt durch Einstiegshilfen, Fahrschalter etc. Bei der stationären Verkehrstechnik dominieren Bahnübergänge, Weichenheizungen, Stromabnehmer, Batterieladegeräte etc. Auch sogenannte Warnbalken für Polizeifahrzeuge oder Seesignale gehören zum Programm von Schaltbau. Neu im Produktprogramm sind verschiedene Bremssysteme, die primär von der Neuerwerbung Bubenzer hergestellt werden. Schaltbau-Kenner gehen davon aus, daß die stationäre Verkehrstechnik einen höheren Anteil zum Gesamtergebnis beiträgt als die mobile Verkehrstechnik.

Schaltbau hat einen kontinuierlichen Sanierungskurs hinter sich: Hat in den Jahren 2003 und 2004 der Kassler Bus- und ICE-Türenhersteller Bode noch mit roten Zahlen zu kämpfen gehabt, so ist die größte Schaltbau-Tochter in den letzten Jahren Schritt für schritt in die Gewinnzone gekommen. Schon im Q1 hat sich im Bereich der sogenannten „mobilen Verkehrstechnik", zu der Bode gehört, die EBIT-Marge von 4,9% auf 5,5% verbessern können. Vor drei Jahren wäre dieses Ergebnis noch absolut unvorstellbar gewesen. Einen weiteren Schub hat die Bubenzer-Gruppe gebracht, die erstmals vollständig konsolidiert wurde. Dieses Unternehmen, das in 2007 mit einem Umsatzanteil von 14,4 Mio. Euro zum Gruppenergebnis beitrug, dürfte in diesem Semester mit zu dem Gewinnsprung beigetragen. Dabei muß man sehen, daß die Erfolgsstory von Schaltbau Holding noch nicht zu Ende ist:

Im ersten Halbjahr 2008 wurde das EBIT von 7,3 Mio. Euro auf 12,9 Mio. Euro gesteigert, wobei allein im 2.Quartal ein Sprung von 3,3 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro entstanden ist. Selbst wenn man davon ausgehen muß, daß in den ersten sechs Monaten 08 Einmaleffekte zu Buche geschlagen haben, dann ist die eigene Ergebnisprognose von Schaltbau mit einem EPS von 5,5 - 5,7 Euro schon längst überholt. Frankfurter Börsenkreise rechnen damit, daß im laufenden Jahr ein Ergebnis von deutlich über 6,5 Euro je Aktie erzielt werden kann – und damit auch das Kursziel von 77 Euro der Vergangenheit angehört. Schließlich hat Schaltbau noch einen wichtigen Meilenstein erreicht: Seit dem 30.6.2008 ist das Eigenkapital im Konzern nicht mehr negativ, sondern hat einen positiven Wert von 5,1 Mio. Euro erreicht. Zum 30.6.2007 hat es noch -6,4 Mio. Euro betragen, immerhin ein swing von 11 Mio. Euro, der allein aus der internen Ertragsverbesserung resultiert.
Schaltbau ist ein absolutes Raritätspapier und zählt zu den drei deutschen Aktien (neben Biotest und Volkswagen), die in 2008 in der Fünfjahrsbetrachtung neue Höchststände erreichen konnten. Bei Kursen von 53 Euro hat Schaltbau ein KGV von knapp 7,5. Wenn man der Aktie nur ein nur mittleres Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13 zuschreibt, dann wird der faire Wert bei mehr als 90 Euro einzustufen sein. Die Aktie hat eine absolute outperform-Chance.


Der obige Text wird Ihnen präsentiert von financial.de

Interhyp-Zinskommentar 06.06.2008

Aktuelle Interhyp-Topzinsen
Stand: 06.06.2008 11:30
Baufinanzierung: unser Topzins %
5 Jahre nom.
4,76 % eff.
nominal effektiv + / -
5 J 4,66 % 4,76 % +0,01 %
10 J 4,72 % 4,82 % 0,00 %
15 J 4,94 % 5,05 % -0,02 %
20 J 5,04 % 5,14 % 0,00 %
25 J 5,19 % 5,29 % 0,00 %

Der Aufschwung der EM


Vor dem Wochenende tendierten die Märkte überwiegend freundlich, obgleich der richtige Schwung fehlte. Positiv aufgenommen wurde der niedrigere Ölpreis (127 anstatt 135 Dolllar pro Fass). Lufthansa (+3,5%) profitierte davon, weil damit der Treibstoff Kerosin billiger wird. Daneben liftete die Übernahmephantasie im Bankensektor die Kurse der Deutschen Postbank um 4% und der Commerzbank um 3,3% (siehe Börsen-Ausblick vom 27.5.2008: Fusionspoker bei den Banken). Negativ aufgefasst wurde dagegen die vorsichtige Haltung sowie die mögliche Kapitalerhöhung der Deutschen Bank, die mit minus 5,4% schwächster Wert im DAX war. Die Nachrichten von den Unternehmen und der Konjunktur waren gemischt. Die Norddeutsche Affinerie verdiente sehr gut. Bei Volkswagen geht der Machtkampf in die nächste Runde. Großaktionär Porsche kritisierte den Bund wegen seiner Haltung zum VW-Gesetz, das den Einfluß des Landes Niedersachsen zementiert. Die deutschen Einzelhandelsumsätze sind im April gesunken. Der Bundestag billigte die teilweise Privatisierung der Deutschen Bahn. Im Herbst soll die Transportsparte mit 24,9% an die Börse gebracht werden (5. November). Der zweitgrößte PC-Hersteller Dell legte diesmal ein beachtlich gutes Quartalsergebnis vor (Aktie +6,7%). Bei den übernahmeverdächtigen US-Fluglinien sind die Fusionsgespräche von United und US Airways geplatzt. General Motors wird weitere 19.000 Arbeitsplätze streichen. An der Wall Street dürften wegen der Banken- und Kreditkrise bis zu 25.000 Stellen wegfallen.

Per Saldo legte der DAX gegenüber Vortag um 0,6% auf 7.097 Punkte zu. Der MDAX gewann 0,9% auf 9.685 Zähler. Einen großen Sprung mit 3,3% Plus auf 852 Punkte machte der TecDAX. Die in den Tagen zuvor stark unter Druck geratenen Solarwerte erzielten am Freitag Gewinne bis zu 11% (Solarworld, Q-Cells), nachdem sich die Große Koalition auf neue Fördersätze für das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geeinigt hat. Der Grund für die großen Kursschwankungen liegt in der Abhängigkeit der Branche vom staatlichen Wohlwollen. Der erzeugte Strom aus Sonnenenergie ist ohne finanzielle Unterstützung durch die Politik bzw. durch Subventionen aus Steuergeldern nicht konkurrenzfähig. Die US-Börsen zeigten sich schwunglos. Die Persönlichen Einkommen und Persönlichen Ausgaben der Amerikaner für den April kamen im Rahmen der Prognosen leicht rückläufig heraus. Auf niedrigem Niveau stabilisiert war der Chicago Einkaufsmanager-Index für den Mai wird auf niedrigem Niveau stabilisiert erwartet (neutral, eher günstig). Nach wie vor miserabel ist dagegen die Konsumentenstimmung in den USA (Verbrauchervertrauen). Der DOW JONES schloss 0,1% höher bei 12.664 Punkten. Der NASDAQ Composite Index kletterte um 0,6% auf 2.522 Zähler.


Infoquelle: boersenverlag.de

Das Börsengeschäft mit dem Sex

Zwar lassen richtige Frühlingsgefühle angesichts der kühlen Witterung leider noch zu wünschen übrig. Gleichwohl möchten wir nach langer Enthaltsamkeit uns heute dem ergiebigen Thema Geld und Sex widmen. Anlass dazu ist die offenbar neue Erkenntnis: Wer Pornos guckt, legt riskanter an! Die Studie kommt aus dem Bereich der so genannten Neuroökonomie, die Neurowissenschaften mit Wirtschaftswissenschaften verknüpft. Bei den Versuchen hat sich herausgestellt, dass das Gehirn des männlichen Menschen zwischen finanzieller Risikobereitschaft und sexueller Stimulation einen Zusammenhang herstellt. Männer, denen erotische (Frauen-) Bilder gezeigt wurden, waren zu riskanteren Geschäften bereit. Die Studie bestätigt klar: Eindeutig gibt es bei Männern den Bedarf nach Geld und nach Frauen, heißt es relativ trocken.

Im Gehirn werden dabei die gleichen Bereiche angeregt. Falls die Damenwelt solche Erkenntnisse eventuell als sexistische Zumutung versteht, sei daran erinnert, dass bei Frauen, wenigstens meines Wissens, ein erheblicher Bedarf nach Männern besteht, vom Geld ganz zu schweigen, siehe unten. Herausgefunden hat dies die Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois, was angesichts ihrer ländlichen Abgelegenheit etwas überrascht. Der Nutzwert solchen Wissens ist jedoch nicht zu unterschätzen, andererseits auch gefährlich. Direkt gesagt: Wenn ich mich an der Börse nicht traue, schaue ich mir einen Porno an, damit ich riskanter anlege und damit eventuell mehr verdiene. Nur leider sagt mir der Porno nicht, welche Aktie oder welches Derivat ich nehmen soll. Jedenfalls: Die Verbindung zwischen Gier und Sex ließe sich locker über mehrere hunderttausend Jahre in der Menschheitsgeschichte zurückverfolgen, erklären die Professoren.

Das Thema Geld und Sex ist stets präsent. Im März letzten Jahres hatten wir Ihnen von einer horizontalen Großtat in Wien berichtet. Ein innovativer Immobilien-Unternehmer strebte mit einem Puff an die Börse und wollte damit die Expansion nach Innsbruck und München vorantreiben. Leider scheint der Plan gescheitert zu sein. Neuemissionen deutscher Puff-Aktien konnte es lange schon deshalb nicht geben, weil das älteste Gewerbe der Welt offiziell verboten war. Selbst das australische Freudenhaus Daily Planet" in Melbourne, das im Februar/März 2003 seinen Börsengang inszenierte und im Münchner Aktien-Freiverkehr einen Platz fand, kam nie richtig auf die Beine. Der offenherzige Prospekt konnte in der deutschen Presse bewundert werden.

Sex zu direkt verkauft, ist kein Renner und wird es auch nie sein. Ein besonderer Fall ist Condomi, der Ausgabepreis des Pariser-Fabrikanten betrug stolze 16 Euro. Inzwischen musste das Unternehmen nach abenteuerlichen Experimenten und undurchsichtigen Geschäften aufgeben. Die Aktie der Beate Uhse AG wurde im Mai 1999 zu 7,20 Euro das Stück platziert und ausgiebig als steiles Erotik-Papier gefeiert. Der Kurs stand einmal auf 24 Euro, jetzt dümpelt das Papier weit darunter vor sich hin. Die PlayboyEnterprises durchliefen nach einem Hasi-Boom" diverse Ertragskrisen. Es gibt hunderte von Nachahmer-Publikationen unterschiedlichen Niveaus, die der früheren Edelnummer das Wasser abgraben. Seit Jahr und Tag ist die Playboy-Aktie ein durchwachsenes Investment.

Doch Geld kann nicht schaden: Reichtum verbessert das Sexualleben, berichten die Marktforscher. Rund 70% der Befragten machten ihr Vermögen für ein besseres Sexualleben verantwortlich. Auch die Antwort auf die Frage Macht Geld glücklich"? fällt positiv aus: Für die Deutschen ist finanzielle Unabhängigkeit der mit Abstand wichtigste Lebenstraum. Wohlhabende erfreuen sich besserer Gesundheit und haben eine höhere Lebenserwartung. Reiche Ehen halten länger, jedenfalls wenn der Mann das viele Geld nach Hause bringt, erklären die Forscher. Und bevor es überhaupt zur Eheschließung kommt, ist für Frauen der Geldwert potenzieller Partner nach wie vor ein entscheidendes Auswahlkriterium. Wohlstand zahlt sich aus, könnte man sagen. Dass man ihn erreicht, dazu ist eine gute Portion Risiko unabdingbar, mit oder ohne Porno. Macht Geld glücklich? Befragte zeigten besonders in den ersten drei Jahren nach einem Geldregen eine deutlich höhere Zufriedenheit. Wenn alles passt: Glück bringen auch altmodische Werte", wie eine intakte Familie und ein netter Freundeskreis.


Infoquelle: Gerhard Mahler, Börsen Ausblick

Am Krisenende ist Abrechnung

Susanne Schmitt von Investors Daybreak schreibt dazu passend:

haben Sie sich schon einmal gefragt, was eigentlich mit dem ominösen Begriff "Belastungen" gemeint ist, der immer wieder in den Berichten über die eine oder andere Bank auftaucht, wenn es um die Verluste im Zusammenhang mit der internationalen Finanzkrise geht. Gestern war wieder zu lesen, die Bayerische Landesbank (BayernLB) weise "Belastungen" in Höhe von 4,3 Mrd. Euro aus.

Belastungen sind nicht gleich Verluste, soviel ist klar, aber woraus bestehen diese Belastungen eigentlich? Wenn Sie genauer hinschaut, erkennen Sie leicht, Vieles ist bedingt durch Bewertungsspielräume, die die Banken jetzt voll ausschöpfen und zwar nach unten.

Tatsächliche Verluste entstanden aus Zahlungsausfällen, die bei der BayernLB gelandet sind, weil Hausbesitzer in den USA ihre Bankkredite nicht mehr bedienen können. Diese Kreditausfälle beziffert die BayernLB mit 100 Mio. Euro, mit einem Komplettverlust von Wertpapieren in der Bilanz rechnet die Bank in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Der Rest ergibt sich aus Bewertungsänderungen von Wertpapierbeständen.



Tagesausblick: Freitag, 4. April
Zum Wochenende rücken einmal mehr Konjunkturdaten im Mittelpunkt, je nachdem, wie sie ausfallen, können wir mit einem versöhnlichen Wochenschluss rechnen. In den USA werden die Arbeitsmarktdaten für März veröffentlicht, zwar soll die absolute Zahl der Arbeitslosen sich leicht verringert haben, die Arbeitslosenquote wird mit 5,0% aber leicht höher als im Vormonat (4,8%) erwartet. Gleichzeitig werden Daten zur Lohnentwicklung bekannt gegeben. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gibt den Auftragseingang für Februar bekannt und dieser dürfte gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen sein. Aus den Unternehmen gibt es wenig zu berichten. Von Daimler hören wir etwas zu den Mercedes-Absatzzahlen im März.

Der Eurokurs ist hoch - wie lange noch?

Eine Meldung ist er in diesen Tagen kaum noch wert. Seitdem der Eurokurs über 1,50 Dollar gestiegen ist, haben sich offensichtlich alle daran gewöhnt. Die 1,60-Dollar-Marke hat die Gemeinschaftswährung bisher noch nicht übersprungen, also beachten wir den Euro-Kurs nicht weiter?

Ich denke, man sollte schon genauer hinschauen, denn es deutet Einiges daraufhin, dass der Euro zwar historische Höchststände getestet hat, aber in naher Zukunft gegenüber dem Greenback wieder an Wert verlieren dürfte.

Mit einem einseitigen Blick auf die deutsche Konjunktur vergessen wir, dass der Kurs des Euro nicht nur von der deutschen Wirtschaft abhängt, sondern auch von anderen Faktoren. Geben sich die Unternehmen in Deutschland noch verhältnismäßig optimistisch, wie der zuletzt veröffentlichte Ifo-Index zeigt und die sinkenden Arbeitslosenzahlen signalisieren, so zeigen sich die anderen Volkswirtschaften in der Eurozone etwas schwächer.

In Spanien kühlt sich der überhitzte Immobilienmarkt deutlich ab, die Einzelhandelsumsätze in ganz Europa entwickeln sich schon seit einigen Monaten eher negativ. Das können wir auch jetzt am Euro sehen: Der Referenzkurs wurde gestern auf 1,5583 US-Dollar festgelegt, was einem Rückgang um 0,57% entspricht.

Wie hoch genau der Eurokurs ist, lässt uns wohl auch deshalb kalt, weil er dem deutschen Export offenbar kaum etwas anhaben kann. Nach jüngsten Einschätzungen der Postbank werden die Ausfuhren in diesem Jahr um rund 6% im kommenden Jahr sogar um 7% zunehmen. Das liegt unter anderem daran, dass ein Großteil der Exporte in die Eurozone fließt, nämlich 43%. 22% in die anderen EU-Länder und knapp 11% in die restlichen Länder Europas. Drei Viertel der deutschen Ausfuhren sind damit für Europa bestimmt.

Eins ist allerdings auch richtig: Würde der Euro fallen, dann stünden wir noch besser da.


Einen erfolgreichen Börsentag wünsche ich Ihnen.

Susanne Schmitt
Autorin Investor´s Daybreak


Infoquelle:

Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Fachverlag für Privatfinanzen
www.Privatanleger.net

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